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Die IG Metall hat die Leiharbeit als Sackgasse für die Arbeitnehmer bezeichnet und die aktuelle Kampagne des Bundesverbandes der Personaldienstleister (BAP) kritisiert. „Den meisten der rund eine Million Leiharbeitnehmern bleibt der versprochene Aufstieg verwehrt“, sagte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, am Dienstag in Frankfurt.
Die IG Metall klärt auf: Gewerkschaftsaktivisten überkleben ein Plakat der Arbeitgeberkampagne. “Einstieg. Aufstieg. Wachstum.” wird korrigiert und mit dem Slogan “Einstieg. Abstieg. Sackgasse” überklebt.
Gut war der Ruf von Leiharbeit in der Bevölkerung noch nie. Zu groß sind die Nachteile für die Beschäftigten und zu offensichtlich ist, dass allein die Unternehmen von den unsicheren und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen profitieren. Insbesondere die Arbeitgeber der Leiharbeitsbranche selbst. Die wollen ihr ramponiertes Image nun mit einer Kampagne aufpolieren. „Einstieg. Aufstieg. Wachstum“, lautet ihr Slogan.
Rund zehntausend Beschäftigte des Flugzeugbauers Airbus sind heute in einen Warnstreik getreten. Trotz voller Auftragsbücher weigert sich die Konzernleitung, den Bestand der vier deutschen Standorte über das kommende Jahr hinaus zu garantieren. 40 Prozent der Arbeit bei Airbus wird von Leiharbeitern und Beschäftigten mit Werkverträgen erledigt.
Nach Auskunft der Bundesregierung werden in den AKWs der deutschen Energiekonzerne für Tätigkeiten mit besonders hoher Strahlenbelastung vornehmlich Leiharbeiter und Beschäftigte mit Werkverträgen eingesetzt. Bei geringerem Lohn ist ihre jährliche Strahlendosis nach Berechnungen der Partei Die Linke durchschnittlich rund doppelt so hoch wie die ihrer festangestellten Kollegen.
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will sich für gleiche Bezahlung von Leiharbeitnehmern einsetzen und die weitere Ausbreitung prekärer Jobs verhindern. In Frankfurt kündigte die IG Metall am gleichen Tag an, sich künftig verstärkt tarifpolitisch für die Gleichstellung von Leiharbeitnehmern einzusetzen.
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Dieser Newsletter ist ein Service der IG Metall. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist die IG Metall, Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, 60329 Frankfurt am Main. Internet: www.igmetall.de. Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 6 TDG und § 10 MDStV: Dieter Wesp.
Redaktion: Michael Faißt und wegewerk GmbH
Die IG Metall hat die Kampagnenseite des Arbeitgeberverbands BAP korrigiert und neu aufgelegt.
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Um den Missbrauch in der Leiharbeit zu beenden, müssen die deutschen Leiharbeitsgesetze mit EU-Recht in Einklang gebracht werden. Fordern Sie die Politik auf zu handeln!
Mit der Kampagne „Arbeit: sicher und fair!“ macht die IG Metall die Lebens- und Arbeitsperspektiven junger Beschäftigter zum Topthema in Betrieb und Gesellschaft. Streitet gemeinsam mit uns für Zukunft und Perspektiven der jungen Generation.