Die Massenentlassung von über 400 Leiharbeitnehmern bei Adecco wird aufgrund des Engagements der IG Metall Köln-Leverkusen so nicht wirksam. Damit ist erstmals bundesweit ein alternativer Weg der Krisenbewältigung in Zeitarbeitsunternehmen vereinbart worden.
Nach mehreren Gesprächen zwischen IG Metall Köln-Leverkusen und Adecco sowie Verhandlungen über einen Interessenausgleich/Sozialplan zwischen Betriebsrat, IG Metall und Adecco konnte folgendes erreicht werden:
Für 256 Leiharbeitnehmer von Adecco werden die Arbeitsverhältnisse über den 31.Dezember 2008 hinaus weitergeführt, obwohl ab diesem Zeitpunkt der Einsatz bei den Kölner Ford- Werken entfällt. Für viele Leiharbeitnehmer wurden schon ausgesprochene Kündigungen zurückgezogen, für andere unterblieben vorgesehene Kündigungen. Gleichzeitig vereinbarten Betriebsrat, IG Metall und Adecco die Beantragung von Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit. In Gesprächen zwischen der Agentur für Arbeit Köln, IG Metall Köln und Adecco wurde erstmals die Einführung von Kurzarbeit in einer Zeitarbeitsfirma geprüft und vereinbart.
Gemeinsame Presseerklärung IG Metall – Arbeitsamt – Addecco
Rund 400 bei Ford eingesetzte Leiharbeitnehmer hatten Ende November ihre Kündigung erhalten. Möglich wurde dies, weil die zuständige Verleihfirma Adecco bei der Agentur für Arbeit eine Reduzierung der Kündigungssperre für Massenkündigungen erwirken konnte.
Hintergrundartikel im Kölner Stadtanzeiger
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